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Neue Paramente

Einzigartige Paramente für die Stadtkirche
Paramente (=Altar- und Kanzelbehänge), eigens für die Jeversche Stadtkirche, hat unsere Kirchengemeinde von der Paramentenwerkstatt des Klosters St. Marienberg in Helmstedt erworben.
Zwei, die grünen und die weißen sind schon fertig; die grünen sind bereits seit dem 23. September diesen Jahres in Gebrauch.
Die weißen werden erstmals zu Weihnachten und dann zu Epiphanias (Heilige Drei Könige), in der Osterzeit und am Trinitatisfest die Kirche schmücken.

Paramente sind mehr als Schmuck
Aber Paramente sind nicht nur schöne Dekoration, sondern auch „stumme“ Prediger:
Sie vermitteln ohne Worte die frohe Botschaft, das Evangelium. So sehen wir auf dem grünen Parament die angedeutete Himmelsleiter, von der Jakob einst träumte (1. Mose 28, 10 – 19), auf der die Engel auf- und herabstiegen und Gott selbst oben stand und Jakob Mut zusprach und ihn segnete.
Von einer solchen Gewissheit und Geborgenheit träumt wohl manch einer.
Sie soll uns zuteil werden, erinnert uns das Parament.

Das weiße Parament hingegen zeigt eine sich öffnende Tür.
„Heut schleußt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis“ singen wir zu Weihnachten (Evangelisches Gesangbuch Nr. 27, 6). Mit der Geburt Jesu Christi bekommen wir wieder freien Zugang zum verlorenen Paradies.
Dies die Verkündigung des weißen Paraments. Zu Ostern, dem anderen großen Christusfest, wird diese Zusage durch die Überwindung des Todes bekräftigt.

Der Bezug der Paramente zum Kirchenraum
Anlässlich der Ausstellung im Jahr 2014 in der Stadtkirche „Paramentik – Textile Sakralkunst“ hatte sich die damalige Werkstattleiterin der Paramentenwerkstatt des Klosters St. Marienberg, Ute Sauerbrey, intensiv mit dem Kirchenschiff der Stadtkirche beschäftigt und den Raum immer wieder auf sich wirken lassen.
Und als sie schließlich gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könne, für unsere Kirche neue Paramente zu entwerfen, hat sie diese Herausforderung gern angenommen.

Dank ihrer intensiven Beschäftigung mit dem Kirchenraum ist es ihr gelungen, auf allen Paramenten Elemente des Raums erkennbar werden zu lassen:
So erinnern die Holme der Himmelsleiter an die Ausrichtung der Fenster links neben dem Altar
und die grün-goldenen Stickereien auf Holmen und Sprossen an die Stege in den Fenstern.
Auf dem weißen Parament nehmen die Steine vor der sich öffnenden Himmelstür die das Sonnenlicht einfangenden Betonglas“brocken“ in den Fenstern auf; der offene Türspalt die strenge Form des Kreuzes hinter dem Altar (hier auf dem Titelbild deutlich zu erkennen)

Bewundernswert, wie die hochqualifizierten Näherinnen, Handweberinnen und Stickerinnen der Paramentenwerkstatt die Ideen und Entwürfe ihrer Leiterin mit wertvollsten Stoffen und kostbarsten Garnen umgesetzt haben!

Was geschieht mit den alten Paramenten?
Die alten Paramente werden, weil sie sehr in die Jahre gekommen (sie stammen aus dem Jahr 1964) und mehr oder weniger unansehnlich und beschädigt sind, restauriert und dann weiter verwendet: An Sonn- und Feiertagen und wenn die Damen und Herren vom Präsenzdienst in der Kirche sind, werden die neuen Paramente auf dem Altar liegen und an der Kanzel hängen, in der übrigen Zeit die restaurierten alten.

Die Kirchengemeinde dankt Frau Sauerbrey für die außerordentliche Wertschätzung, die sie der Stadtkirche entgegengebracht hat und freut sich auf die noch ausstehenden roten und violetten Paramente.
Dafür muss sie allerdings noch sparen.

Hierbei helfen kleine und große Spenden gleichermaßen.

Sehr dankbar ist die Kirchengemeinde für die vielen Einzelspenden, die zur Anschaffung der neuen Paramente beigetragen haben sowie für die Unterstützung durch den Präsenzdienst und die Cyriakusstiftung.

Irmgard von Maydell

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