Suche
  • Telefon: 04461 / 93 38 0
  • E-Mail: kirchenbuero@stadtkirche-jever.de
Suche Menü

Oratorium „Luther in Worms“

Das große romantische Oratorium in zwei Teilen für Soli, Chor und Orchester des Jeveraner Komponisten Ludwig Meinardus (1827 – 1896)  stand am gestrigen 3. November als ganz besonderes Highlight auf dem Programm der Stadtkirche zu Jever: Mehr als 160 Mitwirkende, darunter sieben Solisten, große Orgel, Kantorei und Sinfonieorchester der Kreuzkirche Bonn sowie der Jugendchor aus Bonn-Holzlar führten dieses selten gespielte Werk unter der Leitung von Kirchenmusikdirektorin Karin Freist-Wissing auf.National wie international gefeierte Solisten waren ebenfalls beteiligt, als das Werk am 28. Oktober in der Bonner Kreuzkirche aufgeführt wurde. Anschließend kamen alle Musiker nach Jever, um das Oratorium auch hier aufzuführen, wo Ludwig Meinardus aufgewachsen war. –  Ludwig Meinardus, nach dem in Jever auch eine Straße benannt ist, wurde von den führenden Komponisten seiner Zeit (Schumann, Mendelssohn, Liszt) gefördert und legte mit diesem Oratorium das Meisterstück seines Lebens vor. Er schuf ein großes Oratorium, das schon die Idee der Leitmotivik (wie sie später ausgeprägt u.a. bei Richard Wagner zu finden ist) verwirklicht, sich der traditionellen großen Vorbilder Bach und Mendelssohn bedient und dazu trotzdem zu seinem ganz eigenen Stil findet. Musik und Text sind hochdramatisch und handlungsorientiert; Meinardus experímentiert mit Farben und Möglichkeitenm sowohl aller Instrumente, als vor allem auch der Vokalstimmen und der konzertant eingesetzten großen Orgel.  –  Dieses Lutheroratorium ist eine beeindruckende aufwändige Komposition, die es mehr als verdient hat, aus dem „Dornröschenschlaf“ erweckt zu werden. Der langanhaltende starke Beifall der Konzertbesucher stellte dies erneut unter Beweis.

Das Konzert wurde gefördert vom Jeverländischen Altertums- und Heimatverein sowie dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und war die Eröffnungsveranstaltung für ein Projekt der Universität Oldenburg „Freiheitsraum Reformation 2012 – 2017“.

Klaus Wedel

 

 

 

 

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.