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Edo-Wiemken-Denkmal

Das Edo-Wiemken-Grabmal wurde 1561 – 1564 in der Stadtkirche Jever errichtet. Es wird der Werkstatt des Antwerpener Bildhauers Cornelius II Floris (1513/14 – 1575) zugerechnet und besitzt als bedeutendes Beispiel der späten niederländischen Renaissancekunst europäischen Rang.

Edo Wiemken der Jüngere (1468 – 1511) aus dem Hause der friesischen Häuptlingsfamilie Papinga war der letzte männliche Regent des Jeverlandes. Er hat den Herrschaftssitz Jever festigen und in bedeutendem Umfang zum Deichbau an der Küste beitragen können. 50 Jahre nach seinem Tode hat seine Tochter, das Fräulein Maria von Jever, dieses Denkmal errichten und für den Audienzsaal des Schlosses um 1565/67die außergewöhnliche eichene Kassettendecke ebenfalls im niederländischen Renaissancestil anfertigen lassen.

Mit Maria ist die Herrschaft der Papinga im Jeverland erloschen.

Das Edo-Wiemken-Grabmal war früher hinter einer Mauer verborgen. Es hat deshalb die Kirchenbrände von 1728 und 1959 unbeschadet überstanden. Beim Neubau der Stadtkirche in den Jahren 1962 – 1964 ist diese Mauer durch eine Glaswand ersetzt worden.