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Stadtkirche

Als am 1. Oktober 1959 die alte jeversche Stadtkirche, eine Schöpfung der Barockzeit,  bis auf die Grundmauern niedergebrannt war, musste etwas Neues geschaffen werden: eine neue Kirche in einer alten Stadt. Dieser Herausforderung stellte sich der durch zahlreiche bedeutende Arbeiten bekannte Architekt Prof. Dieter Oesterlen (Hannover / Braunschweig). Er schuf ein Bauwerk, bei dem sich Altes und Neues miteinander verbanden.

So greift die Grundform der Kirche auf das griechische Kreuz der alten Stadtkirche zurück, dem modernen Baustoff Beton steht traditionelles Ziegelmauerwerk gegenüber, und die gefaltete Dachkonstruktion korrespondiert in ihren Giebeln mit den Häusern, die den Kirchplatz umgeben.

Durch die besondere Gestaltung des Eingangsbereichs, bei dem die Portale der alten Stadtkirche Verwendung fanden, gelang es sogar, den aus früherer Zeit stammenden Chorraum mit dem Edo-Wiemken-Grabmal harmonisch mit dem neuen Gebäude zu verbinden.

Das Innere der Kirche ist durch die zehn Glasbetonwände, eine Arbeit des Malers und Radierers Helmut Lander (Darmstadt), bestimmt. Ihre Farbgebung bildet einen starken Kontrast zu den rötlich-braunen Ziegelwänden. Durch ihre Struktur lenken sie den Blick hin auf den sakralen Mittelpunkt der Kirche, auf den Altar und auf das Kreuz. Der Altarstein aus grauem Granit stammt aus Oberitalien. Das vier Meter hohe Stahlkreuz vor der Stirnwand wurde von dem Berliner Kunstschmied Fritz Kühn gefertigt. Der barocke Taufstein links neben dem Altar gehört zu den wenigen Ausstattungsgegenständen, die aus der alten Stadtkirche erhalten geblieben sind.

Fotos: Horst Radowski